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Glosse vom 10. März 2011:

Lotto-Urteil:
Spielverbot für Schmuddelkinder


Von P.S.

In Nordrhein-Westfalen dürfen nach einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln die Hartz IV-EmpfängerInnen nicht mehr am Lottospiel teilnehmen. Der Westdeutschen Lotterie-Gesellschaft (Sitz in Münster) wurde untersagt, an diesen Personenkreis Lottoscheine u.ä. auszugeben. Die juristische Begründung: Ausgaben für Glücksspiele seien nicht Bestandteil der ALG-Grundsicherung.

Da haben die Richter eine epochemachende Entscheidung getroffen. Es gibt, so muß man aus ihrem Urteil folgern, in unserer Gesellschaft Menschen, die dürfen all das tun, was die Gesetze erlauben, und Untermenschen, für die das nicht gilt. Und per Verbot muß dafür gesorgt werden, daß diese minderbemittelten MitbürgerInnen sich bescheiden verhalten. Die Frage ist nur: Wie identifizieren die Lottoläden Hartz IV-Schmuddelkinder? Sollen diese extra gekennzeichnete Personalpapiere erhalten, mit einem schwarzen „H“ darauf? Oder eine entsprechende Eintätowierung auf dem Unterarm? Da ist noch vieles zu regeln, am besten wird es sein, eine neue Behörde dafür einzurichten.

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

Lotto-Urteil:
Spielverbot für Schmuddelkinder


Von P.S.

 
 
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