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Veranstaltung
des Linken Forums
Paderborn:
Donnerstag, 12. Februar 2009
»Winterdämmerung«
Die Kinder des Sisyfos |
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»Winterdämmerung«

Die Kinder des Sisyfos

Lesung und Gespräch mit:
Erasmus Schöfer*

Donnerstag, 12. Februar 2009
20:00 Uhr

Kulturwerkstatt, Cafeteria
Bahnhofstr. 64 in Paderborn

Moderation:
Prof. Dr. Frank Benseler |
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Die
Geschichte der Achtundsechziger, der Kinder des Sisyfos, setzt
sich fort in den achtziger Jahren. Der Autor erzählt, wie
die persönlichen Schicksale seiner Hauptpersonen verflochten
sind in die sozialen Großereignisse des Jahrzehnts - in
den Widerstand gegen die Startbahn-West in Frankfurt, die Raketenstationierung,
gegen die Schließung des Stahlwerkes in Rheinhausen.
Es wird das ereignisreiche Panorama eines folgenschweren Jahrzehnts
deutscher Geschichte entfaltet, das in der Vereinigung der beiden
deutschen Staaten mündet.
Erasmus Schöfer liest aus seinem Roman "Winterdämmerung".
Der vierte Band seiner Tetralogie, "Die Kinder des Sisyfos",
zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1968
und 1989.
Kritiker haben Schöfers Werk mit Uwe Johnsons "Jahrestage"
und Peter Weiss` "Ästhetik des Widerstands" verglichen.
"Die Romane als Präsentation bundesdeutscher Geschichte
der linken Bewegung seit den 60er Jahren sind ein großer
Wurf." (Prof. Dr. Rüdiger Scholz); "Schöfer
hat jenen Jahren ihre Vieldeutigkeit zurückgegeben. Indem
er von nichts als Schwierigkeiten erzählt, hat er den inzwischen
zerschlissenen Weltverbesserungsträumen ihre Größe
zurückgegeben." (Walter van Rossum, Deutschlandfunk)

 
*Erasmus Schöfer, 1931 bei Berlin
geboren, hat später in Köln, Freiburg, München,
Paris und auf den Inseln Patmos und Ithaka gelebt. Er arbeitete
mehrere Jahren in Berliner und Kölner Fabriken, promovierte
in Bonn in Sprachwissenschaft und Philosophie, war einer der
Gründer des "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt",
Mitinitiator des "Industrietheater der Wahre Anton"
und Mitarbeiter im Bundesvorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes
(VS). Er ist seit 1980 Mitglied im Deutschen P.E.N. Zentrums.
2001 erschien der erste Roman "Ein Frühling irrer
Hoffnungen" seiner Tetralogie "Die Kinder des Sisyfos"

 
Presseecho:
mw vom 13.02.2009:
Rückblick in bewegte Zeiten
Erasmus
Schöfer über die Alt-Bundesrepublik
Paderborn
(mw). Als auskunftsfähigen Autor in der literarischen Tradition
geschichtlicher Romane stellte Prof. Frank Benseler den Kölner
Schriftsteller Erasmus Schöfer im "Linken Forum"
vor, und der las Stücke aus seinem jüngsten Buch "Winterdämmerung",
dem abschließenden Band einer Reihe, in der Stimmungen
und Entwicklungen im aufsässigen Teil der westdeutschen
Gesellschaft von der "APO" bis zum Ende der Teilstaatlichkeit
beschrieben werden.
Schöfer
erzählt nicht glorifizierend, er legt die inneren Bruchstellen
der damaligen Oppositionskultur offen, "Helden" treten
bei ihm nicht auf. Aber anschaulich wird in seinem Werk, dass
die Alt-Bundesrepublik alles andere war als ein stehendes Wasser,
in Erinnerung gebracht werden Widersprüche, Konflikte,
Protestbewegungen, auch nicht eingelöste Hoffnungen, Wege
ins Abseits, Enttäuschungen und Irrtümer. Schöfer
stützt sich auf Dokumentarisches, jedoch wird bei ihm Literatur
nicht zum Ersatz für ein Geschichtsbuch - erzählt
werden individuelle Erlebnisse und Erfahrungen, ohne jeden Zeigefinger.
Im
Publikum kam nach der Lesung die Frage auf: Und was bleibt davon,
wie geht's weiter? Die Antwort darauf, so ist Schöfer zu
verstehen, gibt nicht der Romanautor. Literatur vermittelt kein
"Programm", sie hält Erfahrungen fest und gibt
sie weiter. Und eben deshalb leuchtet ein, was Frank Benseler
an diesem Abend nahe legte: Es lohnt sich, den "linken
Literaten" Schöfer zu lesen - auch wenn der Leser
selbst sich nicht als Linker versteht. |
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»Winter-
dämmerung«
Die Kindes Sisyfos
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Lesung
und Gespräch mit Erasmus
Schöfer
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