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Veranstaltung
des Linken Forums
Paderborn,
| Die
neoliberale Hegemonie am Ende? |
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Vortrag
und Diskussion mit:
Prof. Dr. Frank Deppe,
Frankfurt a.M.

Dienstag, 07. Oktober 2008
20:00 Uhr

Kulturwerkstatt, Cafeteria,
Bahnhofstr. 64 in Paderborn

Moderation: Roswitha Köllner
(Demokratische
Initiative Paderborn)
Bild: LiFo
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Einladung (PDF)
Zum Thema:
Der Neoliberalismus hat die Welt an
den Rand einer sozialen und ökologischen Krise geführt,
wie sie noch vor wenigen Jahren für undenkbar gehalten
wurde. Frank Deppe umreißt die großen Konflikte
der Gegenwart und fragt nach den Perspektiven.
Wie konnte es eigentlich in wenigen Jahren zur neoliberalen
Hegemonie kommen? Die Akzeptanz des Neoliberalismus bröckelt.
Ist aber seine neue Legitimationskrise auch schon sein Ende?
Welche politischen Konstellationen zeichnen sich ab? Welche
sozialen und gesellschaftlichen Kräfte können eine
andere Entwicklungsrichtung einleiten? Der Nachfolger auf dem
Lehrstuhl von Wolfgang Abendroth, Frank Deppe, liefert anregende
und spannende Analysen und Gedanken.

 
Frank
Deppe:
Frank Deppe, Dr. phil, emeritierter Prof. für Politikwissenschaft
(Marburg), Jahrgang 1941; zahlreiche Veröffentlichungen
u.a. Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung (1977),
Politisches Denken am Anfang des 20 Jahrhunderts, Bd.I (1999);
Ein neuer Kapitalismus ? (2001); Politisches Denken zwischen
den Weltkriegen, Bd. II (2003).

 
Presseecho:
vom 08.10.2008:
"Der Neoliberalismus ist gescheitert"
Frank
Deppe beim Linken Forum zu neuen Chancen demokratischer Beteiligung
(lifo)
"Das war's, Neoliberalismus" schrieb der US-amerikanische
Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz jüngst
in der "Financial Times Deutschland". Und er führte
aus: "Die Welt hat es nicht gut gemeint mit dem Neoliberalismus
- dieser Wundertüte an Konzepten, die auf der Vorstellung
beruhen, dass die Märkte sich selbst regulieren, Ressourcen
effizient verteilen und den Interessen der Öffentlichkeit
dienen." Stiglitz' Fazit: "Ein Vierteljahrhundert
nach Reagonomics und Thatcherismus ist die neoliberale Idee
gescheitert." Der Marburger Politikwissenschaftler Prof.
Dr. Frank Deppe, zu Gast beim Linken Forum Paderborn, stellte
zustimmend diese Diagnose an den Anfang seines Vortrags über
das "Ende der neoliberalen Hegemonie". Deppe schloss
die Fragen an: Was folgt aus diesem Scheitern? Welche Chancen
ergeben sich für demokratische Gegenentwürfe?
Zur
Beantwortung gehöre zunächst eine nüchterne Bestandsaufnahme,
betonte Deppe. "Trotz des eindrucksvollen Zusammenbruchs
der Finanzmärkte als Folge marktradikaler Ideen haben hierzulande
Politiker von schwarz bis grün und große Teile der
Gesellschaft weiterhin den Neoliberalismus im Kopf". Zwar
habe sich diese Ideologie vollständig blamiert, aber die
durch neoliberale Politik verursachten sozialen Verwerfungen
- abzulesen etwa am zunehmend schrumpfenden Mittelstand - hätten
"enorm disziplinierend auf die Gesellschaft" gewirkt.
"Die Kehrseite entfesselter Märkte ist ein autoritärer
Kapitalismus und eine Krise der Demokratie". Im neoliberalen
Gesellschaftsmodell, dass sich, so Deppe, seit Mitte der 1970er
Jahre allmählich habe etablieren können, bestünden
demokratische Verfahren und Institutionen zwar formal fort,
die realen Partizipationsmöglichkeiten der Bürger
seien jedoch immer weiter zurückgedrängt worden. "An
die Stelle der politischen Willensbildung des Volkes ist die
massenmediale Präsenz politischer Führerpersonen getreten,
die Bürger werden - zusammen mit dem auf sie ausgeübten
massiven ökonomischen Druck - in die Rolle von passiven
Zuschauern gedrängt".
Ironischerweise,
so Deppe, erhielte hierzulande just im Augenblick des Verfalls
der Demokratie die neue Linkspartei mit ihrer Betonung demokratischer
Beteiligung an Zulauf. Und neben der längst fälligen
Kapitalismuskritik gewönnen regionale Projekte - etwa in
den Bereichen kommunaler Energieversorgung, Gesundheit oder
Umweltfragen - an Attraktivität. Es komme nunmehr darauf
an, so Deppe, dass eine von unten kommende "Gegenmacht"
gegen die nach wie vor bestehende neoliberale Herrschaftskonstellation
sich Geltung verschaffe. |
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Die
neoliberale Hegemonie am Ende?
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Vortrag
und Diskussion mit:
Prof. Dr. Frank Deppe,
Frankfurt a.M.
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