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Glosse vom 10. April 2012:

Schröder weiß Rat

Von P.S.

In bester Stimmung ist die SPD derzeit nicht. Die Umfragewerte wollen nicht ansteigen, die K-Frage (vielleicht eher eine Frage nach dem Vizekanzler-Kandidaten) ist ungeklärt und dem grünen Wunschpartner kommen Wähler abhanden, das schmälert die Hoffnung auf eine SPD-geführte Bundesregierung. Jetzt hat aber Altkanzler Gerhard Schröder seiner Partei über das "Handelsblatt" mitgeteilt, wohin sie sich wenden soll, um Erfolg zu haben: In die politische "Mitte" müsse sie rücken, eine "Agenda 2030" verkünden. Außerdem dürfe sie nicht daran rütteln, daß der Einstieg ins Rentenalter später erfolgt. Der letztgenannte Rat hat gewiß mit persönlichen Erfahrungen Schröders zu tun, er muß ja in seinem fortgeschrittenen Alter noch aufsichtsrätlich schuften. Eine zweite "Agenda" jedoch - war da nicht etwas nach der ersten? Hat nicht die SPD damals erst die Wahl in NRW und dann die Kanzlerschaft in Berlin verloren? Gerhard Schröder könnte auch darüber nachdenken, wohin jetzt sein Superminister aus der "Agenda"-Zeit gewechselt ist, der FDP will Wolfgang Clement beim Landtagswahlkampf in NRW unter die Arme greifen. Clement war auch schon mal sozialdemokratischer Landesvater in NRW, und so kommt man ins Grübeln über die Zukunft von Hannelore Kraft. Mal angenommen, sie wird erneut Ministerpräsidentin in NRW und steigt , im Falle daß die SPD in Berlin wieder mitregieren darf, zur Bundesministerin auf ( allzu üppig steht in dieser Partei Führungspersonal nicht zur Verfügung) - wohin soll sie sich wenden, wenn die zweite Agenda die Sozialdemokraten noch einmal in die Verlustzone bringt? Auch sie in die Energiewirtschaft? Oder zur FDP? Ob die aber existent bleibt? Möglicherweise bleibt dann nur der Wechsel zum Freibeutertum.

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

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