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Glosse vom 15. März 2012:

Teure Zockerpolitik

Von SPE

NRW steht nun ohne Landtag und mit einer Interimsregierung da. Das Modell ist offenbar dem Gebaren an Finanzmärkten entlehnt: Zockerpolitik, gepaart mit einem blindwütigen Dilettantismus, avanciert zum gängigen parlamentarischen Stil. Wie der konkret aussieht, hat Gerhard Papke, Fraktionschef der Liberalen im NRW-Landtag, eindrucksvoll vorgeführt. Papke war in Unkenntnis der Rechtslage davon ausgegangen, dass es zu einer dritten und letzten Lesung des NRW-Gesamthaushaltes auch dann käme, wenn vorab einer der Einzeletats im Plenum abgelehnt wurde. Pokerface Papke und seine Spielgefährten winkten also zunächst cool ab; zu ihrer geplanten Enthaltung in Runde Drei kam es dann aber gar nicht mehr. Denn die Landesverwaltung intervenierte: Unzulässige Zockerei! Der fingierte Royal Flush erwies sich als Flopp.

Die Quittung für die nächste Zockerrunde, genannt Neuwahlen, erhält nun der Steuerzahler. Das Muster kommt einem irgendwie bekannt vor...

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

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