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Glosse vom 23. Januar 2012:

"Win -Win":
Bertelsmann expandiert im Bildungsmarkt


Von AKL

Thomas Rabe, jetzt Vorstandsvorsitzender des Bertelsmann-Konzerns, erschließt seinem Unternehmen ein neues ,profitträchtiges Geschäftsfeld: Zusammen mit US-amerikanischen Finanzinvestoren werden die Gütersloher unter dem Titel "University Ventures Fund" als Anbieter für Hochschulstudien auftreten, in Kooperation mit staatlichen Universitäten. Bildungsinstitutionen, öffentliche und private, werden dann den Studierwilligen vor allem Online-Curricula der Firma Bertelsmann als Bildungsware anbieten. Der weltweite Markt für solche Produkte ( Schulmaterialien nicht eingerechnet ) wird derzeit auf 1000 Milliarden Dollar geschätzt, lauf F.A.Z. Begünstigt wird dieses Geschäftsfeld durch den Trend, auch für das Studium an staatlichen Universitäten Bezahlung zu verlangen. Zusätzlich will Bertelsmann auch Dienstleistungen für Bildungseinrichtungen übernehmen.

Ideell werbende Vorarbeit für diese zukünftige Geschäftstätigkeit der Bertelsmänner hat ihre als gemeinnützig anerkannte und steuerlich begünstigte Denkfabrik geleistet, die Bertelsmann-Stiftung. Sie verbreitet den Glauben an die Vorzüge der Privatisierung und unternehmerischen Ausrichtung des Bildungswesens. Nutzen bringt sie also, aber "gemeinen"? Mit dem neuen kommerziellen Vorhaben ergebe sich "eine echte Win-Win-Situation ", sagt der Bertelsmann-Chef. Nicht zu den Gewinnern werden diejenigen jungen Leute gehören, denen es an dem nötigen, durchaus nicht kleinen Geld für weiterführende Ausbildung als Ware fehlt. Die Klassengesellschaft festigt sich.

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

"Win -Win":
Bertelsmann expandiert im Bildungsmarkt

Von AKL

 
 
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