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Glosse vom 22. November 2009:

Schwarz-Grün an Rhein und Ruhr?

Von M.W.

Im Bundesland NRW werden, wie die bundesrepublikanische Geschichte zeigt, gern koalitionspolitische Weichen auch für den Bund gestellt, bisherige Regierungsbündnisse aufgelöst, neue angebahnt. "Die NRW-Grünen sind auf Partnerschau, vor der Landtagswahl im Mai zerbrechen vor Ort wichtige rot-grüne Bündnisse, dafür wird der grüne Umgang mit der CDU lockerer" - berichtet die Wuppertaler "Westdeutsche Zeitung". Die Grünen seien "längst zu einer bürgerlichen Partei geworden", sie rangelten inzwischen "mit der FDP um die Meinungsführerschaft im akademischen Gutverdienerlager". Zwar äußert Silvia Löhrmann, grüne Fraktionschefin im NRW-Landtag, noch ihre Sympathie für eine Koalition mit der SPD, aber für rosa-grünes Regieren wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Wahlergebnis im Mai nicht reichen. Und die Linkspartei "spielt nicht mit, sie hat sich außerhalb des Stadions aufgestellt", meint Löhrmann. Daniela Schneckenburger und Arnd Klocke, Landesvorsitzende der NRW-Grünen, haben die Parteibasis schon mal per Brief auf die Eventualitäten vorbereitet: Schwarz-Gelb-Grün kommt für NRW nicht in Betracht, für Rosa-Grün ist die SPD zu schwach, Rosa-Rot-Grün geht nicht - aber Schwarz-Gelb soll "abgelöst" werden. Wie kann das gehen? Die grünen Parteimitglieder können es sich selbst ausrechnen: Es bleibt nur Schwarz-Grün.

Nochmal die Westdeutsche Zeitung": "Sollten die Grünen im Mai an Rhein und Ruhr auf Platz 3 liegen, werden sie sich mit der nun schon häufig bewiesenen Flexibilität der CDU andienen. Schließlich geht es um Macht und Dienstwagen." Um Macht? Sagen wir besser: Um Ämter.

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

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