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Glosse vom 04. September 2009:

CDU-Wahlkampf:
Ein Schluck - zuviel

Von P.S.

Der Paderborner CDU-Bundestagskandidat holte sich prominente Hilfe, den niedersächsischen Ministerpräsidenten. Dem wurde bei seiner Rede warm, und so wurde ihm ein Pils gereicht. Einen kräftigen Schluck davon habe er genommen, berichtet die "Neue Westfälische", und dazu gesagt: "Ich trinke normalerweise keinen Alkohol, aber wenn ein Glas Paderborner vor mir steht, werde ich gern schwach". Ein Schluck, aber offenbar einer zuviel: 70 Prozent müsse Carsten Linnemann für die CDU am 27. des Monats in seinem Wahlkreis holen - so hoch habe Christian Wulff "die Meßlatte gelegt", ist im "Westfälischen Volksblatt" zu lesen. Und dem Paderborner Nachwuchspolitiker "eine große Zukunft" prophezeit - der "habe das Zeug zu einem zweiten Friedrich Merz". Aber war nicht was, mit Merz? Hat ihn nicht die CDU-Führung beiseitegeschoben? Hat er nicht daraufhin gesagt, er könne sich Besseres vorstellen als im Bundestag zu sitzen? Und ist es nicht Merz, der jetzt gegen Angela Merkel stichelt? Eine "große Zukunft" - für Carsten Linnemann? Vielleicht hat Christian Wulff aber, vom Paderborner Pilsschluck animiert, gar nicht Linnemann, sondern Merz selbst gemeint. Daß dieser wieder in die Spitze der zurückkehre und dann Angela Merkel beiseitedränge, denn die ist ja, wie man in der Union hinter vorgehaltener Hand flüstert, von einem "sozialdemokratischen Bazillus befallen". Auf Merz hingegen ist Verlaß - der hat nichts im Sinne mit Zugeständnissen an Arbeitnehmerinteressen, selbst den bescheidensten nicht.


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