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Glosse vom 06. August 2009:

Eine neue "Agenda"?
Panikmache und Profithoffnung

Von P.S.

"Milliardendefizit in den Sozialkassen droht" - berichtet das "Westfälische Volksblatt"; das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) prognostizierte bis Ende 2010 ein "Loch von 30 Milliarden in den Sozialkassen". Da sei Angela Merkel als vermutliche Weiterkanzlerin gefordert; schon habe der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen ihr eine "erneute Reform der Sozialsysteme", eine "neue Agenda 2010" vorgeschlagen. Ganz klar - die dreißig Milliarden, um die Löcher zu stopfen, kann der Staat nicht aufbringen. Er hat genug damit zu tun, die zigfach höheren Schulden von Banken und Finanzfonds zu begleichen, er muß schließlich Prioritäten setzen. Und für die soziale Sicherung gibt's ja eine andere Lösung: Private Versicherungsgesellschaften! Raffelhüschen weiß schon lange, daß die ihre Geschäftsfelder ausweiten wollen, und dabei möchte er ihnen behilflich sein. Von rechtzeitigen Warnungen des RWI oder Raffelhüschens vor Milliardendefiziten im spekulativen Finanzmarkt ist nichts bekannt. Wirtschaftsforscher können sich schließlich nicht um alles kümmern.


Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

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