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Glosse vom 22. Februar 2009:

Phillip Mißtöner

Von P.S.

Schon wieder Empörung: Diesmal gilt sie dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Phillip Mißfelder. Der hat gesagt, eine Erhöhung des Hartz-IV-Satzes sei "ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie". Und nun empören sich die Politprofis, auch bei der Union; so dürfe man doch nicht über "sozial Schwache" reden. Merkwürdigerweise beteiligen sich an der Empörung auch solche Politiker, die mit den Hartz-IV-Regelungen ganz zufrieden sind. Vermutlich denken sie: Wenn man Menschen in die Armut drängt, soll man wenigstens nett über sie sprechen. Dabei hat das Nachwuchstalent der Union doch sicher nur die Volksgesundheit im Auge gehabt, als er Nikotin- und Alkoholgenuß der Arbeitslosen beklagte. Freilich müßte er sein Anliegen verallgemeinern: Zum Beispiel wäre eine Diätenkürzung bei Abgeordneten fällig. Denn auch unter ihnen gibt es RaucherInnen und, schlimmer noch, wie man hört, Alkoholkonsumenten, auch solche, die zu kostspieligen Angeboten dieser Branche neigen. Schluß mit der Verschwendung von Steuergeldern durch öffentliche Alimentierung gesundheitsgefährdender Gewohnheiten unsrer Volksvertreterinnen - diese Forderung stellen wir dem Chef der Jungen Union gern zur Verfügung

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

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