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Glosse vom 02. Februar 2009:

Verwirrt

Von P.S.

Mit dem üblichen Tschingtara meldete sich die Panzerbrigade 21 in Augustdorf vom Afghanistaneinsatz zurück. Brigadegeneral Jürgen Weigt zog dabei eine Bilanz, so berichtet die NW; er erwähnte ehrlicherweise, auch "unschuldige Menschen" seien beim Einsatz der Bundeswehr getötet worden. Und wie weiter? "Afghanistan ist nicht verloren - vielleicht müßte man sagen: noch nicht", sagte Weigt. Aber "ohne uns" (die Bundeswehr ist gemeint) sei "ein Erfolg nicht vorstellbar". Unabdingbar sei jedenfalls "die emotionale Überzeugung, für das Richtige einzutreten".

Mit anderen Worten: Ob beim kriegerischen Engagement (auch der Bundesrepublik) in Afghanistan am Ende Ruhe und Ordnung herauskommen, ist ungewiß. Ohne die Bundeswehr würde die Operation aber nicht funktionieren. Dabei soll diese das Gefühl haben, der Einsatz sei notwendig, auch wenn möglicherweise in dessen Ergebnis "Afghanistan verloren ist". Also: Kriegshandwerk mit "Überzeugung", ohne daß man weiß, wohin das führt? Gewiß ist allerdings eines: Es gibt Tote.


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