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Glosse
vom 26. Oktober 2008:
Belastend, belastbar, lästig
Von
M.W.
Von der Linkspartei hält er nichts, der "NW"-Kommentator
Theo Schumacher. Sein gutes Recht, auch politische Journalisten
müssen ja nicht "neutral" sein. Aber was wirft
Schumacher den Linken vor? Sie hätten "kein belastbares
Konzept", die "Finanzierungsvorschläge"
für die verlangten sozialen Leistungen seien sie "schuldig
geblieben". Nun hat die Linkspartei solche Vorschläge
durchaus gemacht, jedoch wird Schumacher meinen, die seien
nicht durchsetzbar. Da mag er richtig liegen, wenn man hinzufügt:
Bei den bestehenden Regierungsverhältnissen und dem Einfluß,
den die Wirtschaftseliten auf diese Regierenden haben. "Nicht
belastbar" bedeutet demnach: Lästig, aber nicht
wirklichkeitsnah, weil, wenn es zur Umsetzung käme, zu
belastend für den Reichtumssektor in unserer Gesellschaft.
Belastbar hingegen ist die gar nicht so üppig ausgestattete
steuerzahlende Bevölkerungsmehrheit. Sie hat einzuspringen,
wenn dem großen Kapital Geschäfte schiefgegangen
sind. Und da bleiben die regierenden Parteien Finanzierungsvorschläge
nie schuldig, siehe "Rettungspaket".


Gesammelte
Glossen 2006-2008
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