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Glosse vom 17. Oktober 2008:

Empfehlung aus dem Hause Springer:

Den Gürtel enger schnallen

Von AKL

Die gegenwärtige "monetäre Krise" sei auch eine "moralische", erklärt uns Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, und faßt die massenhaften moralischen Versager ins Auge: Die "Häuslebauer" sind es, die "mit geringem Einkommen und geringer Bonität" nach einem Eigentum gierten und auf "Kredite ohne Eigenkapital" hofften; so "lebten sie einen Lebensstil, den sie sich nicht leisten konnten". Diese zahllosen "kleinen Schuldner tragen genau so Schuld wie die Waalstreet-Banker" an dem Finanzmarktdesaster - meint Döpfner, und nun sei es an der Zeit, "Verantwortung" zu üben. Vergessen hat Döpfner, daß es ja die große Finanzwelt war, die zum "Häuslebau" der kleinen Leute ermunterte und mit deren Zinsverpflichtungen spekulierte, aber egal - was sollen sie nun tun, die "Häuslebauer"? Ganz klar: Den Gürtel enger schnallen, ihre eigenen Schulden abbezahlen und ihre Steuer an den Staat abliefern, denn der muß ja die Schulden der Banken übernehmen. Da wird es für den Häuslebauer eng; die tägliche BILDZeitung, so wird Döpfner denken, wird der sich jedoch noch leisten können, also ist nichts zu befürchten, "moralisch" betrachtet.

Gesammelte Glossen 2006-2008

 

 
 

Empfehlung aus dem Hause Springer:
Den Gürtel enger schnallen.
Von AKL

 
 
 
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