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Veranstaltung des Linken Forums Paderborn

"N’Cosi Sikelele iAfrika ?"   
 
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Zur Fußball-WM: Ein Blick hinter die Stadien 

Vortrag und Diskussion mit

Klaus Thüsing, Bonn

Dienstag, 08. Juni 2010 - 20:00 Uhr

Kulturwerkstatt, Cafeteria
 

Klaus Thüsing:

Klaus Thüsing ist sach- und „orts“-kundig, er war lange Jahre in leitender Stellung für den Deutschen Entwicklungs-Dienst (DED) in Afrika, zuletzt im südlichen Afrika, tätig. In den 1970/80er Jahren war er als Paderborner Abgeordneter (SPD) im Deutschen Bundestag.


Zum Thema:

Fußballweltmeisterschaft – zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent, in einem Gast-geberland mit großen Hoffnungen und heftigen Problemen, aufstrebender Wirtschaft und Massenarmut. N’Cosi Sikelele iAfrika (Herr, segne Afrika) heißt es in der Nationalhymne Südafrikas, die wieder massenhaft gesungen wird, wenn die Bafana, Bafana („die Jungs“) auflaufen. Doch die Euphorie über die WM im eigenen Land kann nicht über die gesellschaft-lichen Widersprüche hinwegtäuschen.

„Die Begeisterung über die Befreiung von Rassendenken ist in Teilen der Bevölkerung der bitteren Erkenntnis gewichen, dass sich nicht nur mit Hautfarbe, sondern auch mit Geld Klas-sengrenzen errichten lassen“ – schreibt die Frankfurter Allgemeine. Über die Situation in Süd-afrika vor der WM berichtet Klaus Thüsing.



Presseecho:


vom 09.06.2010:

Ein realistischer Blick auf das WM-Land:

Klaus Thüsing über Südafrika

Das Interesse am sportlichen Großereignis könne Gelegenheit sein, die heftigen sozialen Probleme Südafrikas zur Kenntnis zu nehmen – so Klaus Thüsing bei seinem Vortrag im Linken Forum Paderborn. Der Referent, lange Jahre auf dem „schwarzen Kontinent“ im Entwicklungsdienst, berichtete mit viel Anschauungsmaterial über die Zerreißproben der politisch jungen Freiheit in Südafrika: Wachsende Wirtschaftskraft, aber extreme Arbeitslosigkeit und Armut; soziale Verwüstung als Erbe einer langen Zeit des Rassismus; Gewöhnung an Gewaltverhalten; Kluft zwischen Modernisierung des Lebensstils und ethnisch gefestigten Traditionen.

Trotz aller ungelösten Widersprüche seien hoffnungsvolle Zeichen zu sehen, so Thüsing. In der jungen Generation des Landes finde sich der Wille, über die Last der Vergangenheit, die Konflikte zwischen „Schwarz“, „Weiß“ und „Farbig“ hinwegzukommen. Die Fußballweltmeisterspiele würden vermutlich nicht soviel wirtschaftlichen Ertrag bringen, wie das in Südafrika ersehnt wird, sie seien aber effektvoll im Hinblick auf das Selbstbewusstsein des Landes, das sich auf einem Weg voller Hindernisse befinde, Hinterlassenschaften der Phase der Apartheid.

 

 
 

Vortrag und Diskussion mit Klaus Thüsing 
 
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