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Veranstaltung
des Linken Forums
Paderborn
Wahlk(r)ampf
Wie
PolitikerInnen und Medien der Politik das Politische austreiben |
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Veranstaltung
mit
Prof. Dr. Arno Klönne

Dienstag,
22. September 2009
20:00 Uhr

Kulturwerkstatt Studio, Bahnhofstr.
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Arno
Klönne:
Arno Klönne, Dr. phil., *1931, emeritierter Professor
für Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität
Paderborn. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Publikationen.
Mischt sich immer wieder in aktuelle politische Auseinandersetzungen,
auch vor Ort, ein.

 
Zum Thema:
Die Wahl zum Deutschen Bundestag steht an, Merkel und Steinmeier
"duellieren" sich, als ob ein Casting fürs
Kanzleramt angesetzt sei, und die Medien haschen nach Affären
statt gesellschaftspolitische Alternativen kenntlich zu machen.
Das Wahlvolk gähnt; die Meinungsforscher haben das Ergebnis
des Urnengangs ja schon vorweg-gemeldet: Angela MerkeI macht
das Rennen. Und ihr derzeitiger Vize warnt vor Schwarz-Gelb,
denn er möchte selbst entweder mit den Gelben oder mit
den Schwarzen zusammen regieren.
Ist der Parlamentarismus nicht mehr ernst zu nehmen? Was steckt
denn wirklich hinter diesem inszeniertem Getöse?
Das Linke Forum Paderborn organisiert ein Diskussionsangebot
zu den Bundestagswahlen, für Menschen, die an wirklichen
Analysen und gesellschaftspolitischen Einschätzungen
interessiert sind.

 
Presseecho:
Neue Westfälische vom 25.09.2009
Wahlen als Partnerspiel?
Nachdenkliches über die Parteiendemokratie
Paderborn. Ob der Parlamentarismus, wie er im Schulbuch
steht, als auslaufendes Modell zu betrachten sei so
die Frage eines Teilnehmers beim Wahlk(r)ampf-Abend
des Linken Forums Paderborn. Im einleitenden Vortrag beschrieb
der Soziologe Prof. Dr. Arno Klönne Auftritte der Parteien
vor der Bundestagswahl als Politik-Imitat: Die
drängenden gesellschaftspolitischen Probleme seien von
den etablierten Parteien nicht in die öffentliche Diskussion
gebracht, alternative Richtungsentscheidungen künftiger
Politik nicht zum Thema gemacht worden. Stattdessen stehe
das Wer mit wem bei der Regierungskoalition nach
der Wahl im Mittelpunkt, wobei die Linkspartei als Schmuddelkind
nicht mitspielen dürfe. Wenn Opposition als Mist
(Müntefering) angesehen und Teilnahme am Regieren zum
obersten Ziel der Parteien erklärt werde, verliere der
Parlamentarismus an Substanz.
In der Diskussion wurde auf Versuche und Ansätze einer
Revitalisierung von Demokratie hingewiesen: Das Experiment
der Piratenpartei, die Ausbreitung freier Wählergemeinschaften,
das wachsende Interesse an Bürgerbegehren und Bürgerentscheid.
Die Partei Die Linke, so eine Stellungnahme, könne
dafür sorgen, dass die notwendige Funktion oppositionellen
Wirkens im Parlament nicht verloren gehe. Hingewiesen wurde
aber auch darauf, dass Demokratie außerparlamentarische
politische Aktivitäten braucht. Klönne erinnerte
an das Grundgesetz: Parteien, so heißt es da, wirken
bei der politischen Willensbildung des Volkes mit
ein Monopol sei ihnen von unserer Verfassung nicht zugeschrieben
worden.
©
2009 Neue Westfälische, Freitag, 25. September 2009
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