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Veranstaltung des Linken Forums Paderborn,

Siegt sich der Kapitalismus zu Tode?
 


Vortrag und Diskussion mit:

Robert Kurz, Fürth

Dienstag, 12. Februar 2008
20:00 Uhr


Kulturwerkstatt, Cafeteria
Bahnhofstr. 64 in Paderborn


FOTO: Robert Kurz (links) und Moderator Dr. John Matina
 
Download Einladung (PDF)

Ist mit dem Untergang des Staatssozialismus die kapitalistische Gesellschaftsform ein für allemal bestätigt und fest etabliert? Robert Kurz sieht das anders: "Die optische Täuschung einer fortdauernden Welt des Reichtums und der Wohlfahrt löst sich auf" - der Kapitalismus, so seine Analyse, bewegt sich "abwärts im Fahrstuhl der Geschichte", Um "Krise und Kritik der Warengesellschaft" geht es bei diesem Abend im Linken Forum.


Robert Kurz (Fürth) wissenschaftlicher Publizist, Autor u.a. von "Schwarzbuch Kapitalismus", "Weltordnungskrieg", "Blutige Vernunft" ; Herausgeber der Zeitschrift "Exit"; regelmäßiger Mitarbeiter bei der Wochenzeitung "Freitag".


Presseecho:

Neue Westfälische vom 18.02.2008:

Dem Kapitalismus geht die Puste aus

Robert Kurz vor dem Linken Forum


Paderborn. Volle Auftragsbücher in der Exportwirtschaft, eine anziehende Konjunktur und kräftige Unternehmensgewinne: Davon ist fast täglich zu lesen. Gleichzeitig wird über massenhafte Entlassungen, den Abbau von Sozialstandards und von einer wachsenden neuen Unterschicht berichtet.

Für den Fürther Sozialphilosophen Robert Kurz, der beim Linken Forum Paderborn referierte, gehören solche Widersprüche zur grundlegenden Dynamik kapitalistischen Wirtschaftens. Während jedoch in früheren Zeiten noch von einem zyklischen Auf und Ab der konjunkturellen Entwicklung gesprochen werden konnte, sei heute eine krisenhafte Zuspitzung zu erleben, in deren Folge es zu Zusammenbrüchen ganzer Volkswirtschaften komme. „Dem Kapitalismus geht die Puste aus“, meint Kurz.

Zum einen würden infolge von Rationalisierungen durch Computerisierung immer mehr Menschen als Arbeitskräfte „überflüssig“, zum anderen greife eine nur noch „fiktive Selbstverwertung des Kapitals“ um sich, die sich zu einer globalen „Spekulationsblasenökonomie“ (Kurz) ausgewachsen habe. Wenn letztere zusammenbreche – und Vorzeichen dazu seien
unverkennbar –, habe dies aufgrund der Verflechtungen mit der Realökonomie verheerende gesellschaftliche Folgen. In Anbetracht dieser Entwicklung steht die Gesellschaft laut Kurz vor der Alternative: Entweder gelingt eine neue Regelung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens jenseits des Diktats der Kapitalverwertung oder es folgt ein Ende mit Schrecken.

Diesem eher düsteren Szenario wollten viele Diskussionsteilnehmer aber nicht folgen. Zweifel wurden laut an der Dramatik der krisenhaften Entwicklung. Diese könne zwar Teilmärkte betreffen, der Kapitalismus insgesamt könne sich auf Sicht aber als recht hartnäckig erweisen. Gerade dann seien aber Kritik, Opposition und Gegenmacht im Konflikt mit Kapitalinteressen notwendig.

© 2008 Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung, Montag 18. Februar 2008
 

 
  Siegt sich der Kapitalismus zu Tode?
 
 
 
  Vortrag und Diskussion mit:
Robert Kurz, Fürth

Dienstag,
12. Februar 2008
20:00 Uhr
 
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