| |  | Diskussion: Mittwoch,
15. November 2006 
Feindbild Islam Von
Bushkämpfern, Gotteskriegern und anderen Zeitgenossen

um
19.00 Uhr Universität Paderborn Hörsaal C 2 (nähe
Haupteingang)
Diskussion mit: Ibrahim
El-Zayat, Köln Prof. Dr. Arno Klönne, Paderborn
Moderation:
Yasin Sönmez
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschsprachigen
Multinationalen Muslimkreis (DMMK)

 zum
Thema: Karikaturenstreit, ein Papst-Zitat als Ärgernis, das
Kopftuch-Problem - aber auch härtere Fakten: Organisierte Gewalt moslemischer
Gruppen, "Militärschläge" westlicher Staaten gegen moslemische
Länder; droht ein langanhaltender "Kampf der Kulturen"? Handelt
es sich um einen Konflikt der Weltanschauungen? In welchem Verhältnis stehen
religiöse Werte und universale Menschenrechte? Und welche Bedeutung haben
bei alledem wirtschaftlich-politische Machtinteressen? Es empfiehlt sich, über
diese Fragen zu diskutieren - offen, kontrovers, sachlich. Dazu bieten wir eine
Gelegenheit.

 Der
Diplom-Volkswirt Ibrahim El-Zayat ist Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft
Deutschland, Gründungsmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland
und Vorstandsmitglied der Föderation Islamischer Organisationen in Europa.
Europaweit engagiert er sich für gesellschaftliche Belange der Muslime und
gilt als Fachmann für derartige Thematiken.
Prof. Dr. Arno Klönne
ist emeritierter Soziologe der Universität Paderborn, Vorsitzender des Fördervereins
des Linken Forums, zahlreiche Veröffentlichungen zu politischen und gewerkschaftlichen
Themen.

 Presseecho:
Pressebericht in der Neuen Westfälischen vom 22.11.2006:
Riskante
Feindbilder
Paderborn.
Einen vollen Saal hatte jetzt der Dialogabend in der Universität über
Probleme, Ängste und Aggressionen, die sich derzeit mit dem Thema Islam
auch in der deutschen Gesellschaft verbinden. Veranstalter waren das Linke Forum
Paderborn und der lokale Deutschsprachige Multinationale Muslimkreis (DMMK), der
mit Yasin Somnez auch den Moderator stellte. Anstöße für die Debatte
gaben als Referenten Ibrahim El-Zayat (Köln), Vorstandsmitglied der Föderation
islamischer Organisationen in Europa, und der Paderborner Soziologe Arno Klönne.
Riskante
Feindbilder auf beiden Seiten und daraus entspringende Gewaltorientierungen, letzten
Endes einmündend in die Vorstellung von einem Weltkampf der Kulturen,
seien auch bedingt durch massiven Informationsmangel so die Referenten.
Zudem würden wieder religiöse Gefühle missbraucht für durchaus
profane Machtinteressen. In der Aussprache gab es Übereinstimmung darin,
dass kriegerische und terroristische Konzepte gleichermaßen die Menschenrechte
von Muslimen und Nicht-Muslimen, in muslimischen und in westlichen Ländern
missachten. Viele Immigranten wünschten sich mehr Austausch von Meinungen
und Erfahrungen mit Paderborner Alt-Einheimischen. Integration,
als viel beschworene Zielsetzung, setze Kommunikation voraus, auf gleicher
Augenhöhe, sagte einer der Studenten mit Migrationshintergrund.
©
2006 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Mittwoch 22. November
2006 | |